2015-01-10 | Löwencup 2015

Winterthur gewinnt in extremis

  WINTERTHUR: Die Winterthurer Radballer Marcel Waldispühl und Peter Jiricek gewinnen vor heimischem Publikum die wichtigste WM-Revanche. Der Turnierverlauf war an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten und beste Werbung für den Radballsport.

 

Bilder: Daniel Frei / Sportjournalist.ch

 

links: Marcel Waldispühl wehrt Penalty ab

rechts: Peter Jiricek bezwingt Weltmeister-Torhüter Patrick Schnetzer

links: Löwencupsieger 2015: Peter Jiricek, Petr Jiricek (Trainer), Marcel Waldispühl (v.l.n.r.)

rechts: Podestfoto Löwencup 2015

 

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

WINTERTHUR. Die Weltmeister der vergangenen sechs Jahren zeigten sich von ihrer besten Seite. Attraktive Spiele und wunderschön herausgespielte Tore – die 33. Austragung des Winterthurer Löwencups war eines der attraktivsten Turniere der Geschichte. Bereits die erste Partie verdeutlichte, auf welch hohem Niveau diese Wettkämpfe waren. Die Weltmeister aus Höchst deklassierten Mosnang mit 7:1. Die Toggenburger ersetzten kurzfristig das erkrankte Team aus Pfungen, blieben jedoch ohne Punktegewinn am Tabellenende. Winterthur startete mit einem Unentschieden gegen Dauerrivale Altdorf. Das 2:2-Remis stand bereits zur Pause fest. In den zweiten sieben Minuten scheiterten die Winterthurer jedoch mit zwei Lattenschüsse nur knapp an einem Sieg. Überzeugender war dann die Winterthurer Partie gegen die deutschen Weltmeister 2010 aus Gärtringen. Mit 5:2 wurde der WM-Vierte der vergangenen Welttitelkämpfe geschlagen. Gegen Mosnang schien die Partie nach der 4:0-Führung der Winterthurer bereits gelaufen. Doch das neu formatierte Duo Wolgensinger/Schönenberger gab nie auf und kam noch einmal heran. 90 Sekunden vor Schluss erzielten sie gar den Ausgleich. Doch Winterthur konnte noch einmal dagegenhalten und den Siegestreffer zum 6:5-Erfolg schlussendlich über die Zeit retten. Da sich Altdorf für die Niederlage im WM-Final revanchierte und den Weltmeister aus Höchst mit 5:4 bezwang, mussten Waldispühl/Jiricek ihre letzte Partie gegen die Vorarlberger ebenfalls gewinnen, wollten sie noch ein Entscheidungsspiel um den Turniersieg gegen die Innerschweizer erzwingen. Ansonsten stand Altdorf als Turniersieger fest.

Entscheidungsspiel erkämpft

Der Gastgeber Radballclub Winterthur erwischten den besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. Eine Situation, welche es in den vergangenen Jahren kaum gegeben hatte. Doch bereits vor der Pause drehte das Weltmeisterduo das Spiel. Als kurz nach dem Seitenwechsel Höchst zum 6:3 vorlegte, glaubten selbst die Optimisten der zahlreichen Zuschauer nicht mehr an einen Winterthurer Erfolg. Peter Jiricek und insbesondere Marcel Waldispühl steigerten sich danach jedoch deutlich. Mit einem starken kollektiv schafften sie den Ausgleich. Zehn Sekunden vor Ablauf der Partie war das Spiel noch einmal zu Gunsten der Winterthurer gekippt. Danach hielt Marcel Waldispühl noch einen Schuss und es gab noch einen Freistoss, welcher am Pfosten landete. Der glückliche, aber nicht unverdiente 7:6-Erfolg bedeutete, dass Winterthur zu den ebenfalls ungeschlagenen Altdorfern aufrückte. Ein Spiel über sieben Minuten musste die Entscheidung über den Turniersieg bringen. Doch kaum war diese Partie angepfiffen, lagen die Gastgeber bereits 0:2 in Rücklage. Durch das Publikum beflügelt erzielten die Winterthurer eine Minuten vor Schluss den Ausgleich, kassierten jedoch noch einmal einen Gegentreffer. 22 Sekunden vor dem vermeintlichen Ende der Partie folgte der erneute Ausgleich zum 3:3. Somit kamen die Zuschauer in den zusätzlichen Genuss eines dramatischen Penaltyschiessens. Winterthur blieb das glücklichere Team und gewann die 33. Austragung des Löwencups vor Altdorf und Höchst.

Radball WM-Revanche um den Löwencup in Winterthur.

Resultate.

Höchst (Oe) – Mosnang 7:1

Winterthur – Altdorf 2:2

Gärtringen (De) – Mosnang 5:2

Höchst – Altdorf 4:5

Winterthur – Gärtringen 5:2

Altdorf – Mosnang 7:2

Höchst – Gärtringen 9:4

Winterthur – Mosnang 6:5

Altdorf – Gärtringen 7:3

Höchst – Winterthur 6:7

Endscheidungsspiel um den Turniersieg:

Winterthur – Altdorf 7:6 (3:3) nach Penaltyschiessen

Schlussrangliste.

1. Winterthur (Waldispühl/Jiricek) 10 Punkte

2. Altdorf (Schneider/Planzer) 10

3. Höchst (Schnetzer/Bröll) 6

4. Gärtringen (König/Berner) 3

5. Mosnang (Wolgensinger/Schönenberger) 0.

 

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