2016-10-22| NLA SM-Final 2016

Winterthur verpasst SM-Titel und WM-Ticket

  Schöftland. Spannender hätte die Schweizermeisterschaft der Radballer kaum verlaufen können, denn beide Topteams unterlagen gegen vermeintlich schwächere Mannschaften. Pfungen stellt dabei ausgerechnet Winterthur ein Bein….

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

 

Die Ausgangslage für die WM-Selektion vor dem Meisterschaftsfinale in Schöftland war aus Winterthurer Sicht klar. Aus den vier verbleibenden Partien zwei Punkte mehr als Altdorf erzielen und vor den Innerschweizern in der NLA-Rangliste platziert sein. Mit diesem Ziel vor Augen starteten die Winterthurer Radballer Marcel Waldispühl und Peter Jiricek ins letzte NLA-Meisterschaftsfinale ihrer langen und erfolgreichen Karriere. Doch bereits die erste Partie gegen das zurzeit stark aufspielende Mosnang zeigte, dass dieses Unterfangen keine einfache Sache werden wird. Erst zwei Minuten vor Spielende realisierten die Winterthurer den entscheidenden 1:0-Siegtreffer. Wie stark Mosnang ist, verdeutlichte danach der 4:3-Sieg über Titelverteidiger Altdorf. Diese Niederlage spielte wiederum den Winterthurer die Karten in ihre Hände. Doch bereits nach ihrer Begegnung gegen Pfungen war dieser Trumpf verspielt. Winterthur unterlag gegen die Gebrüder Waibel mit 1:3. Benjamin Waibel freute sich über den Sieg, wusste aber auch, dass dies der einzige Exploit an diesem Samstag war. "Defensiv liessen wir nicht viel zu und Severin hielt sensationell. Die 2:1-Pausenführung konnten wir auch mit etwas Glück bis zum Spielende halten. Severin hielt zudem zwei Penaltys. Gut zwei Minuten vor Schluss konnte ich alleine auf Marcel Waldispühl fahren und das 3:1 erzielen." Gegen Oftringen (3:4), Altdorf (5:6) und Mosnang (4:6) setzte es drei Niederlagen ab, wenn auch knappe. Schlussendlich verpassten sie das angestrebte Podest und mussten sich mit dem vierten Schlussrang begnügen. "Insgesamt war es eine gute Leistung, aber wir haben den angestrebten Podestplatz verpasst und sind deshalb enttäuscht. Doch die Spiele haben auch gezeigt, dass wir dran sind und dies gibt Motivation für die NLA-Saison 2017."

Führung nicht halten können

"Alle Teams wollen immer gegen Altdorf oder uns gewinnen und geben sich in diesen beiden Spielen besonders grosse Mühe." Diese Aussage des Winterthurer Trainers Petr Jiricek wurde auch in der dritten Partie seiner Schützlinge bestätigt. Die routinierten Spieler aus Oftringen lagen mit 3:1 in Führung. Trainer Jiricek musste in der Pause deutliche Worte wählen, welche seine beiden Akteure in den zweiten sieben Minuten auch umsetzten und das Spiel doch noch zum 4:3-Erfolg drehten. Die Altdorfer ihrerseits gewannen die beiden Partien gegen Oftringen und Pfungen, so dass in der Direktbegegnung gegen Winterthur ein Unentschieden für die Innerschweizer reichte, um die WM-Teilnahme zu sichern. Winterthur dagegen benötigte unbedingt den Sieg. Zwei Mal gingen Waldispühl/Jiricek in Führung, das letzte Mal beim 3:2 Treffer drei Minuten vor Spielende. Doch immer wieder erzielten die Altdorfer gleich im Anschluss den Gegentreffer. "So kann man kein Spiel gewinnen." Trainer Petr Jiricek war sichtlich enttäuscht über die verpasste WM-Teilnahme und den Meistertitel. "War waren nahe dran, doch rückblickend auf die ganze Saison dürfen wir mit der Art und Weise des erzielten zweiten Rangs in der verbandsinternen WM-Selektion zufrieden sein." Dass die 3:5-Niederlage in der Endabrechnung um die nationale Meisterschaft hinter Altdorf und Mosnang nur der dritte Rang bedeutete war nebensächlich. Nun folgt noch der Saisonhöhepunkt für das Team des Radballclub Winterthur. Am 12. November 2016 bestreiten Marcel Waldispühl und Peter Jiricek ihren letzten internationalen Ernstkampf und dies erst noch vor heimischem Publikum. In Oberseen treffen sich die weltbesten Teams zum Weltcupfinalturnier. Mit der optimalen Tagesform liegt auch der Gesamtweltcupsieg für die Gastgeber drin…

 

Peter Jiricek (rechts) fordert von Marcel Waldispühl nochmals vollste Konzentration.
(Bild: Daniel Frei / Sportjournalist.ch)


 

 
 
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