2017-01-14| Abschiedsturnier Waldispühl/Jiricek

Weltmeisterlicher Rücktritt vom Spitzensport

  Winterthur: Der Löwencup der Radballer war vollumfänglich dem Abschied von Marcel Waldispühl, Peter Jiricek und ihrem Trainer Petr Jiricek gewidmet. Trotz vielen Emotionen und Geschenken wurde auf der sportlichen Ebene nichts geschenkt. Zum Schluss standen sie ein letztes Mal den Weltmeistern der vergangenen vier Jahren, Schnetzer/Bröll aus Höchst gegenüber.

 

 

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

Was für ein Abschiedstag für das erfolgsverwöhnte Spitzensporttrio aus Winterthur. Als erster Punkt stand zur frühen Mittagszeit der Löwencup in Seen auf dem Programm. Neben den sportlichen Fans kamen auch viele Verwandte und Bekannte in die Halle und standen ihren Schützlingen zur Seite. Bereits in der ersten Partie stand das Rivalenteam aus Altdorf gegenüber. Allerdings ohne Dominik Planzer, welcher ferienhalber fehlte. Dafür mit Paul Looser, dem ehemaligen Weggefährten von Peter Jiricek. Der Urner Lebemann wurde 2002 mit Peter Jiricek Weltmeister und gewann danach zwei weitere WM-Silbermedaillen. Dazu führten sie drei Jahre lang die Weltrangliste an. Vor dem Spiel beschenkten die Urner das Winterthurer Team mit einem persönlichen Geschenk. Etwas, was während dem Turnier immer wieder vorkam, zuletzt gar von Schiedsrichter Miroslav Kratochvil, dem tschechischen Weltmeister von 1989. Im Spiel gegen die Innerschweizer waren Waldispühl/Jiricek die eingespieltere Mannschaft. Winterthur siegte mit 6:3. Gegen Svitavka, dem Meister aus Tschechien und WM-Vierten folgte ein hartumkämpften 5:4-Sieg. Es folgte die Partie gegen die Gebrüder Waibel aus Pfungen. Auch hier folgte ein knapper 3:2-Erfolg. Pfungen war das einzige Equipe, welche keine Weltmeister auf dem Spielfeld hatte. Severin und Benjamin Waibel zeigten ein starkes Turnier. Mit einem Sieg über Tschechien und einem Unentschieden gegen die Altdorfer belegte Pfungen den dritten Schlussrang.

 

Räder hangen am Nagel

Neben den Winterthurern kamen auch die Weltmeister Patrick Schnetzer und Markus Bröll aus Höchst ohne Verlustpunkte durchs Turnier. Die Direktbegegnung musste die Entscheidung bringen. Perfekte Ausgangslage für das aller letzte Spiel. Die Begegnung blieb lange Zeit offen und die Zuschauer hofften schon auf eine Verlängerung. Am Ende setzte sich Höchst erwartungsgemäss durch. Das letzte Resultat ihn der erfolgreichen Karriere von Waldispühl/Jiricek lautete 3:5. Mit dem Schlusspfiff geriet der Sport in den Hintergrund und die Emotionen setzten sich durch. Beim Interview fehlten die Worte und es flossen Tränen des Abschieds. Als letzter Akt wurden die Räder an den berühmten Nagel gehängt. Nach den letzten Fotos und Fernsehaufnahmen verlagerten sich die Festivitäten an den Rand der Altstadt. Am Galaabend der geladenen Gästen würdigte Stadtpräsident Michael Künzle noch einmal das Team und bedankte sich fürs wertvolle Marketing des Namens Winterthur im In- und Ausland. Die erfolgreiche Karriere wurde mit allen ehemaligen Partnern von Peter Jiricek noch einmal beleuchtet, bevor eine Party in den frühen Morgenstunden die Spitzensportkarriere von Marcel Waldispühl, Peter Jiricek und Erfolgstrainer Petr Jiricek endgültig besiegelte.

 

 
 
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